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Donnerstag, 5. Januar 2012

Das Darlehen von Präsident Wulff

Original unter http://www.ihre-beste-geldanlage.de/das-darlehen-von-praesident-wulff/

Liebe Moneytalker,

haben Sie in den letzten Tagen die Diskussion um unseren Bundespräsidenten verfolgt?

Ich bin schockiert darüber, wie Journalisten mit dem Darlehen umgehen, ich bin schockiert darüber, dass es offensichtlich kein Bankgeheimnis mehr gibt. Wie kommen die Journalisten sonst an die Informationen? Der Bundespräsident muss sie nicht geben, das ist seine Privatsache.


Ergebnis: Diese Konditionen kann im Prinzip jeder bekommen. Unser Präsident hat keine Sonderkonditionen bekommen. Er hat halt die Fachkenntnisse oder kannte jemanden, der diese hatte. Das ist doch in Ordnung.

Warum?
Weil jeder im Prinzip ein Geldmarktdarlehen beantragen kann, Journalisten müssten das eigentlich wissen. Nur  haben sie scheinbar ohne Prüfung Konditionen von 0,9 bis 2,1% verbreitet, ohne vorher zu recherchieren. In der Bevölkerung - ich gebe zu, mir ging es ebenso - wurde dadurch Neid und Ärger erzeugt. Allerdings hat unser Präsident eine Bonität wie kaum sonst jemand in Deutschland.
Es gibt auch Fremdwährungdarlehen, die sind ähnlich vom Zinssatz.

Weil, so habe ich es gestern Abend in der Fernsehdiskussion verstanden, offensichtlich zwei Immobilien als Sicherheit dienen und dann ist das eine normale Kondition. Grundschulden ersetzen Eigenkapital. Die BW-Bank hat kein Risiko. Grundsätzlich halte ich Kundenberater bei Banken für intelligente Menschen, die kein Geld zu verschenken haben.

Woher kennen unsere Medienvertreter die Konditionen der Finanzierung? Und dann dieses Rumgestochere
...zwischen 0,9% und 2,1%... Was soll das?

Ich denke, weniger Neid und genauere Recherche würden nicht schaden. Überall.

Mal abwarten, ob sich die BW-Bank dazu äußert. Wobei ich keine Notwendigkeit sehe. Was glauben ihr, wie manche Konditionen zustande kommen?

Euch alles Gute
Peter Fuchs
der GELD-Experte Nr. 1 aus Nordbaden
www.fuchs-finanzarchitekten.de

Donnerstag, 4. August 2011

Staatsschulden finanzieren oder was?

Liebe Moneytalker,

es ist jetzt genau eine Woche her, als ich in Ingolstadt war. Meine Kunden erwarten von mir in erster Linie zwei Dinge: Sicherheit und einen gewissen Ertrag, der auf jeden Fall den Kaufkraftverlust aufwiegen soll.

Sicherheit bedeutet konkret: kein Geld verlieren.

Meine Kunden verlieren grundsätzlich kein Geld. Von allem, was irgendwie nach Spekulation und übergroßem Risiko klingt, halte ich mich fern. Das steht an vielen Stellen schriftlich (eigene homepage, Gruppenmoderator, Xing-Profil).

Also ist es notwendig, ab und zu Dienstreisen zu unternehmen. Im Schnitt 2 Mal im Monat.

Jeder der über 600 km hat sich gelohnt, die drei Staus auf der A6 und der A99 inclusive.

Was hat das ganze mit Staatsschulden finanzieren zu tun?
Wer vor die Wahl gestellt wird, Geld anzulegen, wird mit Sicherheit sein Geld los. Geht man zu seiner Bank oder Sparkasse, dann erzielt man Erträge, die unterhalb der Geldentwertungsrate liegen. Man verliert Geld. Dann gibt es Menschen, die scheuen das Risiko und parken ihr Geld irgendwo zu 2,5%. Mit dem Ziel, es möglichst schnell wieder abziehen zu können.

Banken und Sparkassen und Versicherungen und Bausparkassen mögen diese Kunden, die ihnen ein Darlehen zu 1-3% geben, sonst würde deren System zusammen brechen. Der Staat mag diese Kunden, die ihm Geld zu 2,5% anvertrauen, damit er seine Schulden finanzieren kann.

Da gibt es eine Stiftung und Werbung: Empfohlen werden Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und ähnliche Staatspapiere. Die aktuelle Umlaufrendite liegt so bei 2,2%. Steht in jeder Zeitung. Täglich. 

Um eines klar zu stellen: Wer Banken oder Sparkassen oder Versicherungen oder dem Staat Geld anvertraut, vergibt juristisch gesehen ein Darlehen. Man ist Gläubiger. Gläubiger deswegen, weil man glaubt, dass einem diese Institutionen irgendwann einmal das Geld zurückgeben.

In der Zwischenzeit arbeiten diese Institutionen mit dem Geld. Sie geben es aus an Unternehmen in Form von Darlehen oder Leasingverträgen, der Staat finanziert seine Schulden und die Schulden der anderen Europäer, er baut Straßen, zahlt die Polizei und die anderen Beamten. Und er gibt eine Garantie für die Sparkassen, was allen anderen (Volksbanken, Deutsche Bank, etc.) gar nicht recht ist. Ich will mich mit keiner Sparkasse anlegen, deshalb sollen sich meine Leser ihre eigene Menung bilden.

Was spricht eigentlich dagegen, Gläubiger zu sein von einem gut gehenden Unternehmen, das in der Vergangenheit bewiesen hat, dass es im Gegensatz zu den Staaten mit Geld umgehen kann?

Weshalb nehmen Menschen den Umweg über Banken, Sparkassen und Versicherungen? Kann mir da mal jemand helfen?

Zurück zu Ingolstadt. Für meine Kunden habe ich folgendes "Zuckerl" entdeckt:

  • Laufzeit: 7 Jahre
  • Zinssatz: 7,25%, fest und garantiert
  • Anlagebetrag: ab 1.000,--, nach oben offen in 200,--er Stufen (1.200,--, 1400,--, etc....)
  • Sicherheit durch gesetzlich garantierte Einspeisevergütung
  • Nachhaltige Investition in Geothermie in Bayern
  • kein Depot notwendig

Liebe Moneytalker, würdet Ihr lieber einem verschuldeten Staat Kredit geben oder einem gut florierenden Unternehmen, wo ihr wißt, dass das Geld nicht in irgendeiner "Black-Box" verschwindet?

7 Jahre sind schnell rum. Und die Angebotsfrist für dieses "Zuckerl" auch.

Euch alles Gute
Euer
Peter Fuchs
der GELD-Experte Nr. 1 aus Nordbaden

Dienstag, 5. Juli 2011

Was ist Geld wert?

Liebe Moneytalker,

bekanntlich führte ich vergangenen Samstag ein Gespräch mit einer Mathelehrerin und einem Diplomingenieur. Dabei tauchte die Frage auf: Was sind Geldwerte? Was sind Sachwerte?

Zahlreiche Foren mit noch  mehr Beiträgen beschäftigen sich damit, viele Xing-Mitglieder haben das zum Thema.

Mir geht das was durch den Kopf. Ich habe einige Lehrer im Bekanntenkreis. Nur mal angenommen, ich müsste vor Schülern, die natürlich wissen, was Geld ist, einen Vortrag halten zum Thema Geldwerte oder Sachwerte, dann würde ich wie folgt beginnen:

Wer von euch weiß, was Geld ist?
Welche Formen von Geld kennt ihr?

Zu erwartende Antworten wären mit Sicherheit: Es gibt Bargeld, es gibt Münzen und Scheine, mit Geld kann man gut shoppen gehen. Bei amazon zahle ich mit Karte oder mit paypal.

Geld ist ein Tauschmittel. Getauscht wurde schon immer. Früher Ware gegen Ware, später Geld gegen Ware.
Oder Geld gegen Arbeitskraft.

Gemäß dem Gesetz von Angebot und Nachfrage (siehe Gedanken zur Geldentwertung Juni 2011) ist entweder das Geld mehr wert oder die Ware mehr wert. Und umgekehrt.

Und man war schon immer listenreich. Egal ob auf der Geldseite oder auf der Warenseite. Schon die alten Römer hatten sukzessive das Gold in den Münzen durch billigere Materialien ersetzt. Im wahrsten Sinne eine Form der Geldentwertung.

Und bei den Waren? Typisches Beispiel ist das Bier: Da gab es früher noch den richtigen "Halben". Der heutige "Halbe" hat außer in Bayern nur noch 0,4 l Inhalt. Der Preis blieb meistens gleich, letzten Endes ist das aber eine massive Preiserhöhung. Bei den Schülern würde ich dann noch das Oktoberfest und den Preis für die Mass zitieren.

Und die Euroeinführung war eine richtige Geldentwertungsmaßnahme.

Ich denke, das würde den Schülern einleuchten. Den Erwachsenen erst recht. Ich habe mir auf die Fahne geschrieben. "Zusammenhänge einfach zu erklären".

Inflation heißt übersetzt "etwas bläst sich auf", es gibt verschiedene deutsche Worte, ich verwende in der Regel Geldentwertung ( da steckt Geld drin und wert)

Der Preis für eine Ware oder Dienstleistung ändert sich. Die Summe aller Ausgaben für den Lebensunterhalt und insb. für Energie steigt langfristig. Ganz einfach deswegen, weil zur Herstellung von Waren und Dienstleistungen Maschinen und Materialien, man spricht dann von Produktivkapital,  und Arbeitskraft, man spricht hier von human capital, notwendig sind.

Und um investieren zu können, müssen viele Firmen Kredite aufnehmen. Und diese Zinskosten schlägt der Unternehmer auf seinen Preis drauf.

Teuerung spüren wir fast täglich, sei es an der Tankstelle, sei es beim Bäcker (ich gehe immer am Samstag mit dem Hund zum Bäcker, und wenn ich den Betrag in DM umrechne - tut mir leid, aber manchmal muss ich das ganz einfach tun, ich weiß nicht wie es euch geht - dann weiß ich, was Inflation ist. Und in einem Lied der "neuen deutschen Welle" heißt es...und kost Benzin mal 3 Mark 10, sch...egal, es wird schon gehn, ich will Spaß...Die 3 Mark 10 wurden schon geknackt.

Was haben Geldwertanlagen mit Geldentwertung zu tun und weshalb lieben wir Geldwertanlagen?

Geldwertanlagen sind z.B.
  • Sparbücher
  • Sparbriefe
  • Festgeld, Tagesgeld
  • Lebensversicherungen
  • Pfandbriefe
  • Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe (die Schidkröte Dr. Schild aus der Werbung), Finanzierungsschätze
  • Rentenversicherungen
  • Bausparverträge
  • Darlehensverträge (deshalb profitieren Darlehensnehmer von der Geldentwertung)

Wir Deutschen sind laut allen Statistiken Weltmeister in Geldwerten. Weil wir die Sicherheit wollen, weil wir auf unser Geld zurückgreifen wollen, ...weil wir es schon immer so gemacht haben (weil es uns vertraut ist).

Vielleicht auch, weil die Bank oder Sparkasse oder Versicherung sagt, das ist so in Ordnung. Weil diese Institute gerne Geld für 1-2% annehmen, um sie dann für 6 und mehr Prozent zu verleihen. 

Allen diesen Formen (Sonderfall Darlehen) ist eines gemeinsam: Sie zahlen nach Ablauf des Vertrages wieder in Geld aus und sind stark von der Geldentwertung betroffen. Mit dem Geld - wohlgemerkt - ist absolut gar nichts passiert, nur es ist weniger wert. Die Waren und Dienstleistungen sind teurer geworden, d.h. mit der gleichen Menge Euros oder Dollars oder DM bekommt man weniger Gegenwert.

Beispiele kennt jeder: die Eiskugel, früher 10 Pfg., heute das 15- bis 20-fache, das kühle Pils in der Kneipe, der ordentliche Handwerker, das Elton-John-Konzert, etc.....................

Was kostet die Geldentwertung tatsächlich:
http://www.fuchs-finanzarchitekten.de/inflationskosten.htm

Konkret heißt das:
Die Inflation ist schädlich für die Geldwerte, Geldwerte
  • sind höchst inflationsgefährdet
  • sie bieten keinen Schutz in Krisenzeiten und
  • sind langfristig völlig unrentabel.

Aber offensichtlich lieben wir diese Formen. Paradox - nicht wahr?

Lösungsmöglichkeiten verrate ich euch im Laufe der Woche.

Bleibt neugierig
Euch alles Gute
Euer
Peter Fuchs
der GELD-Experte Nr. 1 aus Nordbaden